Doreen Wild - www.mobilefotografie.net

Körper & Seele im Einklang 

Die Liebe zum eigenen Körper widerentdecken

 

Schon seit meiner Kindheit kämpfe ich selbst gegen meinen Körper. Erst in den letzten Jahren durch meine energetische Arbeit ist mir immer bewusster geworden, wie wichtig unser Körper ist und was er uns seelisch alles widerspiegelt. Angaangaq sagt nicht umsonst, dass das Herz (die Seele), der Geist und der Körper im Einklang sein sollen. Er erklärt es symbolisch immer mit dem Süßgras. Wenn du alle 3 Dinge zusammen flechtest, kannst du nicht gebrochen werden. Wenn du einen einzelnen Halm nimmst, dann wird er leicht brechen.  

Und so trage ich dieses Bewusstsein schon eine lange Zeit in mir, zu wissen wie wichtig mein Körper ist. Schließlich trägt mich mein Körper durch mein ganzes Leben. Aber das wirkliche Bewusstsein oder Gefühl dafür zu bekommen ist um einiges schwieriger. Damit stehe ich nicht allein! Damit meine ich nicht nur, Frauen und Männer, die  unter Übergewicht oder auch Untergewicht leiden. Auch für eine Frau oder Mann, die in unseren Augen normalgewichtig aussehen, kann es sein, dass sie etwas an sich haben, was sie total ablehnen. 

Das ich mich hier eher auf das Übergewicht beziehe, hat mit mir persönlich sehr viel zu tun. Je mehr ich mich mit meinem Körper beschäftige, umso mehr lerne ich meinen Körper kennen und lieben. Es ist unglaublich wie sich alles in unserem Körper manifestiert, wie es bei uns seelisch aussieht. In meinem Inneren weiß ich schon lang, dass die Probleme hinsichtlich meines Körpers sehr tief liegen und wenn ich langfristig etwas verändern möchte, etwas seelisch bearbeiten muss. Spannend fand ich es auch immer wieder, dass ich auf Frauen treffe, die genauso unter Übergewicht leiden wie ich. Ich weiß, dass das kein Zufall ist und wir uns nicht umsonst begegnen. 

Mein Heilpraktikerin sagte immer zu mir: „Du musst dich so annehmen und akzeptieren wie du bist!“ Ja, ich wusste schon, dass da viel Wahrheit drin liegt. Aber die Realität sah ganz anders aus. Ich sah in den Spiegel und was sah ich zuerst. Natürlich alle Rundungen, die ich abstoßend finde. Besonders mein Bauch, der durch meine 4 Schwangerschaften starke Spuren hinterlassen hat.

Ich dachte: Ok, irgendwas an sich abzulehnen ist jedenfalls nicht der Richtige Weg. Also fange an, dich zu akzeptieren. Teilweise gab es Tage, da gelang es mir und dann wieder Tage, da dachte ich nur: Nein, ich will das es alles Weg ist und ich total schlank bin. Also begann ich damit an meiner Ernährung etwas zu ändern und auch zwischendurch zu fasten. Ja das gelang mir auch ... zwischendurch! Mir wurde immer bewusster, dass Nahrung auch Energie ist.

Aber leider schaffte ich es nie dauerhaft und verfiel immer und immer wieder in meine alten Muster zurück. Ziemlich schnell erkannte ich, wie stark einen alte Gewohnheiten zurückholen. Frei nach der Aussage von Angaangaq: „ Am schwierigsten ist es Dinge die man gelernt hat wieder zu verlernen!“ Ich kritisierte mich, dass ich nicht stark genug bin oder keine Willenskraft habe. Das komische war auch, dass ich natürlich immer wieder bemerkte, wie gut ich mich fühle, wenn ich darauf achtete, dass ich mich gesund ernähre oder auch wenn ich faste. Aber warum kam immer und immer wieder der Punkt, wo ich es anstrengend fand und wieder voll in meine alten Muster falle.

Bringt es etwas mich dann immer wieder klein zu machen und mir zu sagen, du bist einfach zu schwach und hast keinen starken Willen? Nein, ich weiß, das es ganz sicher nicht der richtig Weg ist! Als müssen die Wurzeln viel tiefer liegen.

Genau vor einem Jahr hatte ich dann ganz plötzlich die Idee, dass ich jemand fotografieren möchte mit dem gleichen körperlichen Problem wie ich. Ich wollte ihr und auch mir damit helfen einen neuen Zugang zu ihrem Körper zu bekommen. Ich wollte ihr zeigen, dass sie sich so zeigen darf wie sie ist und dass sie eine wunderschöne Ausstrahlung hat. Dazu erklärte sich die liebe Helma bereit. Wir hatten schon beim ersten Kennenlernen eine große Sympathie füreinander.

Also machte ich mit ihr eine sehr emotionales Fotoshooting. Ich wollte sie dazu bringen, sich wohl vor der Kamera zu fühlen und das Gefühl dafür zu bekommen, dass sie sich nicht verstecken muss. Ich glaube das gelang mir auch bei dem Shooting. 

Dann saß ich vor den Fotos und versuchte mich in die Fotos selbst hineinzuversetzen. Wie würde ich reagieren, wenn es Fotos von mir wären? Würde ich es zulassen, dass ich ein Bild von mir sehen möchte, wo man etwas sieht, was ich nicht an mir mag? Kann man nicht einfach auf das schauen, was schön ist? Muss man sich nicht so akzeptieren wie man gerade ist? Wird sie sich gefallen? Würde ich mir gefallen, wenn man auch meine Rundungen auf meinem Bild sehe?

Ja man kann geschickt fotografieren und man kann viel retuschieren. Aber wie viel bleibt dann noch von der Wirklichkeit übrig? Ich brauchte sehr lange um mich diesen Fragen zu stellen und lange Zeit schob ich die Fotos immer und immer wieder beiseite. Ich dachte, wie kann ich es mir nur herausnehmen mich mit den Fotos zu beschäftigen und jemand anders zu sagen: Hier schau doch mal wie toll du aussiehst und schau mal nur auf das, was du an dir magst. ? 

Ich merkte wie sehr es mich beschäftigte und es brauchte 1 Jahr um den innerlichen Schlüssel zu finden und um die Fotos von Helma bearbeiten zu können. Die entscheidende Aussage, die mich darauf brachte war folgende von Neale Donald Walsch, der das Buch schrieb „Gespräche mit Gott“. Er sagte: „Wenn du ein Problem hast, dann helfe jemand anderem mit dem gleichen Problem“ Er hatte recht. Ich dachte immer die ganze Zeit: Wenn ich jemand helfen möchte, dann muss ich es erst mal für mich gelöst haben. Er machte mir klar, dass es nicht stimmt. Wenn wir jemanden helfen, dann helfen wir auch uns. Hatte ich nicht schon oft genug erlebt, dass jemand zu mir kam mit einem Problem, was ich eigentlich auch hatte und die Antwort für denjenigen bekam und damit auch für mich?

Ich war mal wieder so unglaublich dankbar, dass alles sich von allein fügte. Mir begann so vieles deutlich zu werden. Ich begann ein tiefes Verständnis für meinen Körper zu finden und eine tiefe Dankbarkeit für meinen Körper zu spüren. Mir wurde bewusst, was für ein unglaubliches Geschenk mein Körper ist. Jetzt wo ich hier schreibe, vertieft sich dieses Gefühl auch nochmal. Sehr entscheidend waren für mich teilweise die Aussagen von Rüdiger Dahlke in seinen Büchern. 

Die Fotos von Helma halfen mir dabei. Ich konnte auf einmal die Fotos bearbeiten mit einem ganz anderen Blick. Fotos sind ein Spiegel, wenn man sie nachher nicht verfremdet. Leider werden die Fotos oft zu stark bearbeitet und geben nicht die Wirklichkeit wieder. Klar finde ich es immer noch gut, eine Position zu wählen, wo man sich wohl fühlt und nicht gerade super unvorteilhaft . Aber ich kann es gut ertragen, wenn man auch meine Rundungen dabei sieht. Sie gehören zu mir!

Außerdem kann man deutlich sehen, auch bei Helmas Fotos, wie man wirkt wenn man mit sich im reinen ist. Es ist bei vielen Shootings erst mal meine Hauptaufgabe, die Menschen dazu zubringen sich wohl zu fühlen. Es ist für mich wieder der Beweis wie wunderbar die Fotografie und der Schamanismus zusammen passen. Fotos transportieren Emotionen. Wenn ich mich wohl in meiner Haut fühle, dann ist es nicht schwer vor der Kamera zu lächeln. Dann ist einem auch egal, ob man etwas sieht, was ich vielleicht sonst lieber versteckt hätte. Es gehört zu mir!

 Der Körper ist ein Ausdruck unserer Seele. Lernt liebevoll mit ihm umzugehen und mit ihm zu sprechen. Wir drücken mit unserm Körper sehr viel aus und er kompensiert es auf seine Weise um uns auf etwas hinzuweisen, egal wie es sich ausdrückt. Dafür sollten wir nicht in Ablehnung gehen, sondern dankbar sein. Unser Körper lernt uns unglaublich viel! Fett ist z.B. eine Schutzschicht und es sollte uns darauf aufmerksam machen, dass wir unglaublich viel an Liebe zu geben haben. Aber aus vielen verschiedenen Gründen, schützen wir uns lieber als die Liebe auszustrahlen und weiterzugeben. Oft resultiert es aus Verletzungen heraus. Man macht sich innerlich klein und versteckt sich hinter der Fettmauer. Oft zieht es sich durch ganze Generationen. Wenn einer anfängt, das zu erkennen kann er es für sich und gleichzeitig für seine ganze Ahnenreihe heilen. Das ist natürlich mit Hilfe des Schamanismus möglich. Ich berate euch gern, falls ihr dazu Fragen habt. 

Das Fotoshooting ist ein erstes wunderschönes Mittel um wieder zurück zu der Liebe in seinen eigenen Körper zu kommen. Dabei sollte das Ziel sein ihn so annehmen zu können wie er ist.

 Danke nochmal an die liebe Helma. Du hast großen Anteil daran, dass ich vieles erkennen durfte. Ich wünsche mir von Herzen, dass du es genauso fühlen kannst.

 

Hier ist ein Foto, was mein Sohn von mir gemacht hat. Früher hätte ich mehr retuschiert oder darauf bestanden, dass man mein rundes Gesicht nicht so erkennt und ich schlanker aussehe als ich bin. Ich fange an meine Rundungen zu lieben. Ich bin so dankbar, was mein Körper mir alles erzählt.

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